habitat für cello solo

Das Cello ist die Gegend in der meine Musik wohnt.
Das Cello ist aber auch ein Instrument das ohne den Raum der es umgibt, einen Raum mit dem es interagiert, schlecht funktioniert, es beherbergt also nicht nur meine Musik, es bewohnt auch damit einen Raum beziehungsweise eine Gegend.
Andererseits ist das Cello auch ein Raum in sich und es umschließt ja auch noch seinen (kleinen) Innenraum.
Es trifft sich also ausgesprochen gut, dass ich mich sehr gerne mit Räumen befasse, auch – aber nicht nur – wenn ich mich mit dem Cello befasse.
Für diese Arbeit verwechsle ich gerne die Begriffe Raum und Gegend, weil ein Raum ist ja schließlich auch eine Gegend, und eine Gegend ist ja auch ein Raum.
Nach meinen Cello Solo Stücken:
--> „wann kommt musik?“
in dem ich mich mit dem Innenraum des Instruments befasst habe,
--> „edge“
in dem ich mich mit den Rändern des Cellospielens befasst habe, und
„Vorschläge für ein erweitertes Zentrum“
in dem ich versucht habe mich den Resonanzen des Objekts und somit gewissermaßen mit dem Wesen des Instruments zu nähern,
widmet sich „Habitat für Cello solo“ nun der Interaktion des Instruments mit dem Raum / der Gegend die es umgibt.
Also nicht „des Instruments Cello“ sondern meines Instruments – ein Instrument aus Klängen Strukturierungen, Wünschen und Gewohnheiten; meinen ganz persönlichen Vorlieben und Strategien die ich mir auf der Reise mit meinen Instrumenten zu eigen gemacht habe. Nicht nur aber oft mit „dem Cello“ als Werkzeug und Grundlage „meines Instruments“.
Ich greife damit einen Titel auf, den ich schon einmal für ein Cello Solo, bzw eine Videoarbeit rund um ein Cello Solo verwendet habe, bei der ich mich mit dem Cello im Raum des Steinbruchs von Lindabrunn bewegt habe und diese damals erstmals klar ausformulierte Idee der Auseinandersetzung von Gegebenheit und Setzung, von Instrument und Umgebung, verallgemeinern und auf beliebige Räume / Gegenden erweitern.
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